Mittelstufe

Allgemeines

• Die Mittelstufe bildet das Bindeglied zwischen der Erprobungs- und Oberstufe und umfasst die Jahrgangsstufen 7 bis 9.

• Um den Übergang von der Erprobungsstufe in die Mittelstufe zu erleichtern, werden die „alten“ Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer auch in der Jahrgangsstufe 7 weiterhin eingesetzt, wohingegen in der Regel in den anderen Fächern, besonders in denen der Fächergruppe I (Deutsch, Mathematik, Englisch), ein Lehrerwechsel stattfinden wird.

• Als weitere Naturwissenschaft wird während der gesamten Zeit der Mittelstufe Chemie unterrichtet.

• Wahlpflichtbereich
• Neben der obligatorischen Sprachenwahl in der Jahrgangsstufe 6 haben die Schülerinnen und Schüler im Wahlpflichtbereich in der Jahrgangsstufe 8 die Möglichkeit, als dritte Fremdsprache Latein oder Französisch zu wählen, die jeweils dreistündig unterrichtet werden.
• Sollten sie sich dazu nicht entscheiden, müssen sie aus einem schulisch generierten Fächerangebot ein weiteres Fach wählen, das zweistündig unterrichtet wird.
• Im Schuljahr 2015/16 werden Französisch, Ernährungslehre, Recht im Alltag, praktische Physik und praktische Chemie unterrichtet.
• Alle Fächer des Wahlpflichtbereichs, also auch die Sprachen, gehören zu der Fächergruppe II, den sog. „Nebenfächern“, wobei aber in diesen Klassenarbeiten geschrieben werden.
• Im Vorfeld zu dieser Wahl findet ein Informationsabend für Schülerinnen und Schüler und deren Eltern statt.
• Der Wahlpflichtbereich endet mit dem Abschluss der Jahrgangsstufe 9.
• In der Jahrgangsstufe 8 wird Landesweit eine Lernstandserhebung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch durchgeführt. Im Vorfeld zu dieser zentralen Erhebung werden die Schülerinnen und Schüler in einer Jahrgangsstufenversammlung vom Mittelstufenkoordinator und den jeweiligen Fachvorsitzenden informiert.

 

Versetzungsbestimmungen in Mittelstufe

• Über die Versetzung einer Schülerin oder eines Schülers entscheiden jeweils die Klassenkonferenzen als Versetzungskonferenzen am Ende des zweiten Schulhalbjahrs der Jahrgangsstufen 7 bis 9 unter Anwendung von §50 SchG und § 21 und §22 APO – SI.

• Unter bestimmten Voraussetzungen (§23 APO – SI) spricht der Schulleiter für eine nicht versetzte Schülerin oder einen nicht versetzten Schüler die Möglichkeit aus, durch eine Nachprüfung am Ende der Sommerferien die Versetzung in die nächst höhere Jahrgangsstufe nachträglich zu erreichen. Im Vorfeld der Anmeldung zu einer solchen Prüfung wird dringend angeraten, Kontakt mit der Fachlehrerin oder dem Fachlehrer aufzunehmen, um sich bezüglich der formalen wie auch fachspezifischen Rahmenbedingungen informieren und beraten zu lassen.

 

Beratung in der Mittelstufe

Allgemeines

Neben den obligatorischen Sprechstundenzeiten der einzelnen Fachlehrerinnen und Fachlehrer, die in der Mittelstufe eingesetzt werden, und den halbjährlich stattfindenden Elternsprechtagen bietet das Mittelstufenteam eine wöchentliche, offene Sprechstunde für Schülerinnen und Schüler, für Lehrerinnen und Lehrer und natürlich auch für Eltern an (z. Zt. montags von 12:30 bis 14:00 Uhr). Eine vorherige Anmeldung ist zwar wünschenswert, aber nicht notwendig. Für Eltern wird selbstredend eine telefonische Rücksprache im Sekretariat, ob die Sprechstunde eventuell wegen einer Erkrankung o.ä. leider ausfallen muss, dringend angeraten!

Beratung der Schullaufbahn

• Einen besonderen Stellenwert erhält die Beratung der Schullaufbahn von Schülerinnen und Schülern bzw. deren Eltern durch den Mittelstufenkoordinator im gesamten Verlauf der Jahrgangsstufe 8, weil hier zum letzten Mal die Möglichkeit eines Schulformwechsels zu einer Gesamt-, Real- oder Sekundarschule besteht (§13,3 APO – SI).

• Im Hinblick auf die Jahrgangsstufe 9 wird ein besonderes Augenmerk der schulischen Beratung auf die §2 und §7,8 APO – SI gelegt, da unter bestimmten Umständen die Überschreitung der schulischen Höchstverweildauer einer Schülerin oder eines Schülers (§52 Abs. 1 Nr. 3 SchulG) den Verbleib am Gymnasium oder auch an anderen Schulformen beenden kann.

• Eine Vergabe von Abschlüssen ist am Ende der Mittelstufe in der Jahrgangsstufe 9 zunächst nicht vorgesehen, da der Wechsel von der Mittel- in die Oberstufe den Regelfall bildet. Erst nach einem erfolgreichen Abschluss der Einführungsphase haben die Schülerinnen und Schüler die Fachoberschulreife erworben (FOR).

• Nur bei einer Nichtversetzung in die gymnasiale Oberstufe oder einem geplanten Schulformwechsel zum Berufskolleg hin stellt sich in der Mittelstufe die Frage nach dem Erreichen eines Abschlusses (z.B. Hauptschulabschluss nach der Jahrgangsstufe 9). In diesen Einzelfällen beraten nur der Schulleiter oder der Mittelstufenkoordinator die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern.

• Es findet ein Übergangsmanagement von der Mittelstufe zu der Oberstufe statt. In enger Zusammenarbeit mit der Oberstufenkoordinatorin und den Beratungslehrerinnen und -lehrern der Einführungsphase geben der Mittelstufenkoordinator und die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer der Jahrgangsstufe 9 nicht nur allgemeine Informationen zum Leistungs-, Arbeits- und Sozialverhalten aller Schülerinnen und Schüler weiter, sondern es kommen auch individuelle und außerschulische Belange zur Sprache (z.B. Krankheiten oder die familiäre Situation), die für ein erfolgreiches Durchlaufen und Abschließen der gymnasialen Oberstufe jeder Schülerin und jedes Schülers wichtig oder notwendig sind.

Beratung bei Problemen und Konflikten in der Mittelstufe

Grundsätzlich gibt es weder für Schülerinnen und Schüler noch deren Eltern einen vorgeschriebenen „Dienstweg“, an den man sich halten müsste für den Fall, dass Probleme oder Konflikte jedweder Natur auftreten. Es empfiehlt sich allerdings schon aus rein pragmatischen Gründen, sich an folgendes Prozedere zu halten, damit mögliche Probleme oder Konflikte zunächst von denjenigen gelöst werden können, die in erster Linie davon betroffen sind.

1. Fachlehrer
2. Klassenlehrer
3. Mittelstufenkoordinator
4. Verbindungslehrer
5. Schulleiter
6. Bezirksregierung

Sofern sich herausstellen sollte, dass der zunächst angesprochene Personenkreis sich nicht zuständig fühlt, wird natürlich in diesem Fall dann an die schulische Stelle verwiesen, die für eine Beratung geeignet zu sein scheint. In bestimmten Fällen macht es zudem Sinn, die als Streitschlichter ausgebildeten Schülerinnen und Schüler in den Prozess der Problem- oder Konfliktlösung nicht nur einzubinden, sondern sie auch selbstständig tätig werden zu lassen, wobei nach Beendigung der Intervention durch die Streitschlichter dann eine Rückmeldung an den Mittelstufenkoordinator erforderlich ist.

Da die Arten von Problemen und Konflikten im Schulleben in der Regel gänzlich verschiedenartiger Natur sind, ist eine dezidierte Zuordnung von einzelnen Problem- oder Konfliktfeldern auf die verschiedenen schulischen Institutionen oft nur schwer möglich, sodass im Zweifelsfall der Mittelstufenkoordinator den einzelnen Schülerinnen und Schülern oder gegebenenfalls sogar ganzen Klassen dabei helfen wird, den richtigen Ansprechpartner für die Lösung des jeweiligen Problems oder Konflikts zu finden.

 

Das „Kleine Latinum“ und „DELF“

• Schülerinnen und Schüler, die am Ende der Jahrgangsstufe 9 eine ausreichende oder bessere Leistung im Fach Latein erreicht haben, wird bei einer Abwahl des Faches Latein für die gymnasiale Oberstufe oder einem Wechsel zum Berufskolleg hin das sogenannte „Kleine Latinum“ auf dem Zeugnis bescheinigt.

• Schülerinnen und Schüler, die bei der Sprachenwahl in der Jahrgangsstufe 6 Französisch gewählt haben, werden seitens der Fachschaft Französisch über die Möglichkeit informiert und beraten, an einer kostenpflichtigen DELF-Prüfung teilzunehmen.

 

Feste Projekte und Wettbewerbe für die individuelle Förderung

• Methodentraining zum Thema „Lesen“ in der Jahrgangsstufe 7

• „Sauberes Hagen“ – Aktionstag für eine Klasse der Jahrgangsstufe 7

• Methodentraining zu dem Thema „Präsentation im Unterricht“ in der Jahrgangsstufe 8

• PaktivO – Berufsberatung und Coaching von Schülerinnen und Schülern in der Jahrgangsstufe 9

• Im Advent findet ein Mathematikwettbewerb für alle Jahrgangsstufen statt, wobei zusätzlich auch die Möglichkeit besteht, an der bundesweit ausgeschriebenen „Mathe-Olympiade“ teilzunehmen.

 

Fahrtenangebot und Wandertage

• Im letzten Quartal des Schuljahres findet für die Jahrgangsstufe 7 traditionell eine Stufenfahrt statt.

• Neben einem festen Wandertag vor den Sommerferien für alle Schülerinnen und Schüler geht die Jahrgangsstufe 7 an einem weiteren Tag “Juggern“, die Jahrgangsstufe 8 Klettern und mit der Jahrgangsstufe 9 wird ein Aktionstag unter wechselnder thematischer Schwerpunktsetzung durchgeführt.

• Fakultativ wird für die Jahrgangsstufen 7 und 8, obligatorisch für die Jahrgangsstufe 9 ein “Boy’s and Girl’s Day“ im Laufe des Schuljahres angeboten.

• In der Jahrgangsstufe 9 findet ein Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Liévin statt.
Bei weitergehenden Fragen, die oben vielleicht nur oberflächlich angesprochen werden konnten, steht das Mittelstufenteam für zusätzliche Erläuterungen gerne zur Verfügung.

Alle Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und besonders natürlich auch deren Eltern mögen sich bitte angesprochen und aufgefordert fühlen, weitere Anregungen, wie sich ein Mittelstufenprofil am Gymnasium Hohenlimburg ausgestalten, schärfen und verbessern lässt, an das Mittelstufenteam weiterzuleiten: wir sind für jede Idee und jeden Vorschlag dankbar und werden immer eine Rückmeldung darüber geben, inwieweit wir diese Ideen und Vorschläge tatsächlich umsetzen konnten oder welche Gründe genau dies verhindert haben.

Für das Mittelstufenteam,

Thomas Sunderkamp
(Mittelstufenkoordinator)
(Erstellt am 14.12.2015)